Wenngleich zum Wirtschaftsbau nicht ganz so
positiv geurteilt wird wie zum Wohnungsbau, fällt das Urteil insgesamt
zufriedenstellend aus. Weiter abgefallen ist die Geschäftslage im
öffentlichen Hochbau. Unbefriedigende Urteile überwiegen hier.
Demgegenüber fällt die Lagebeurteilung zum Straßenbau besser aus als in
den Vormonaten. Das ergibt die monatliche Konjunkturumfrage des
Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen
Mitgliedsbetrieben für April 2012.
Dies korrespondiert mit Meldungen der Straßenbauunternehmen über gestiegene Order und eine belebtere Bautätigkeit.
Während im Wohnungsbau trotz hohem Niveaus eine weitere Intensivierung
der Bautätigkeit stattfand, tendierte sie im Gewerbebau und im
öffentlichen Bau nur etwas über dem Vormonat. Die in allen Sparten
gestiegenen Order sprechen für eine weiter belebte Bautätigkeit.
Die Auftragsbestände gewannen im Hochbau in den alten
Ländern um 0,5 Monate hinzu (von 2,7 Monaten auf 3,2 Monate), in den
neuen Ländern stiegen sie von 2,5 Monaten auf 3,2 Monate. Im Tiefbau
konnten die meldenden Unternehmen in den alten Ländern im Durchschnitt
eine Steigerung von etwas unter 2 Monaten auf 2,3 Monate verbuchen. In
den neuen Ländern hielt der Wert bei zwei Monaten. Für den Straßenbau
werden die Werte wie in den Vormonaten noch etwas niedriger angegeben;
bei 1,7 Monaten in den alten und 1,8 Monaten in den neuen Ländern. Damit
haben sie das Vormonatsniveau nur gut gehalten.
Die Geräteauslastung hielt im Hochbau in den alten wie den neuen Ländern bei etwa
65 %. Sie stieg im Tiefbau merklich an, von jeweils 58 % im März auf fast 65 % in den alten und 68 % in den neuen Ländern.
Die Erwartungen zur Entwicklung in den nächsten drei
Monaten bleiben für die Geschäfts- und Auftragsentwicklung aufwärts
gerichtet. Die Möglichkeit, Preiserhöhungen am Markt zu platzieren, wird
weiter skeptisch beurteilt.
Die positive Erwartungshaltung in Verbindung mit dem gewachsenen Produktionsniveau veranlasst immer mehr Unternehmen zur Investitionstätigkeit. Immer häufiger wird dabei in Rationalisierungen und Erweiterungen investiert, wenngleich Ersatzinvestitionen das Gros bilden.
Zwei Hauptgründe werden von den Unternehmen zur Behinderungen der Bautätigkeit nach wie vor angeführt: der Mangel an Facharbeitern und die Zahlungsmoral der Auftraggeber.
Quelle: ZDB,
Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes